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Arosa 2019 war doch eine Reise Wert

Arosa das ist immer die Frage wie ist die Unterlage? Dieses Jahr fragte man sich wie ist der Schnee, hart  griffig oder eisig oder weich und uneben? Dass es ein „langsames“ Rennen (Walk) geben wird, das war schnell klar mit dem vielen Neuschnee. Zum Glück konnten sie das Programm wie vorgesehen durchführen.

Wir hatten Glück dass es 2 Tage weniger Schneefall gegeben hat vor dem Starttag. Die Wanderwege sind auch nicht alle gespurt und  recht  weich. Also wusste ich dass es einen langsamen Lauf geben wird. Die Nervosität  am Wettkampftag war ungewöhnlich gross,  doch ich konnte  noch ruhig starten. Auf dem See konnten wir auch dieses Jahr nicht laufen selbst auf dem Spazierweg   war es recht weich. Weiter bis zum Tschuggentor wird es noch weicher und unebener. Spätestens ab jetzt wird es sehr weich und schwierig schön zu laufen. Gut mit der Kraft zu haushalten um ab der Tschuggenhütte die Rücklauf Richtung Dorf gut zu walken. Aber es gibt noch ein Hindernis hinauf zur Maranpiste dann hinunter zum Ziel auf der sehr weichen Piste zu gelangen.

Mein Start war  sehr sicher aber  nicht sehr  schnell mit der Angst die Kraft schon zu früh zu verlieren. Ja ich glaube, dass meine Einstellung richtig war die Kraft bis zur Tschuggenhütte reduziert zu walken um ab der Mittelstation noch zusetzen zu können. Die Hoffnung dass der Arlenweg griffig sei wurden wir enttäuscht und der Kampf ging bis zum Ziel sehr mühsam vorwärts zu kommen.
Glücklich im Ziel angekommen und abgekämpft wieder am Ziel in Arosa zu sein. Gut erholt genoss ich die Pasta. Bis zum nächsten Jahr in Arosa grüsst Max

PS: Gratulation an Samuel bei seinem Sieg auf das Weisshorn.

Bericht von Samuel Keller, Weisshorn-Trail

Nach meinem Umzug vom Aargau nach Chur anfangs Januar genoss ich das erste Mal die Möglichkeit einen schönen Berglauf mit kurzem Anfahrtsweg zu bestreiten. Dies war nicht die einzige Premiere, denn es war auch mein erster Laufwettkampf im Schnee, sieht man mal von ein paar Crossläufen ab, welche ich bereits wieder vergessen habe.

Der Snow-Run wurde dann seinem Namen auch mehr als gerecht. Aber davon ahnte man beim Umrunden des See’s in der Fläche noch nichts. Andere schienen besser vorbereitet zu sein, denn das Tempo war überraschend tief. So setzte ich mich auch gleich an die Spitze. Eigentlich hatte ich erwartet von der ehemaligen OL-Weltmeisterin und künftigen Spitzen-Trailläuferin Judith Wyder gefordert zu werden, jedoch merkte ich schon in der ersten Spitzkehre, dass sie ein anderes Tempo anschlug. So konnte ich mich vollends auf meine männlichen Konkurrenten konzentrieren, zwei von diesen hatten sich schon früh an meine Fersen geheftet. Sie liessen diese auch lange nicht mehr los, einzige Ausnahme war, als ich kurz die falsche Abzweigung erwischte und den Halbmarathonmarkierungen folgte. Dieses Malheur erlaubte mir meinen Konkurrenten auf den Zahn zu fühlen.
Obwohl ich das Gefühl hatte stärker zu sein und mich auch gleich wieder an die Spitze setzte, wurde ich sie nicht los. Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wurden die Bedingungen schwieriger, der Untergrund wurde tiefer und tiefer und bei manchem Tritt sackte man so richtig ein oder fand gar keinen Halt. Daneben wurde auch die Sicht stets schlechter, was es noch schwieriger machte, die gut belaufbaren Stellen zu finden und nicht ganz im Tiefschnee zu versinken.
Da ich mich gestärkt durch ein, zwei Feierabendbiere am Vorabend auch an der zweiten Verpflegungsstelle rund 200 Höhenmeter unter dem Weisshorn nicht hungrig oder durstig fühlte, nahm ich das Schlussbouquet ohne Stärkung in Angriff. Meine beiden Wadenbeisser, ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob sie verpflegt haben oder nicht, konnten danach mein Tempo nicht mehr mitgehen. So stapfte ich nicht mehr so locker und schnell wie zu Beginn dem Ziel entgegen. Die armen Fotografen von Alphafoto, welche Tapfer in der Kälte ausharrten, werden wohl die nebligen Schnappschüsse kaum losbringen. Trotzdem war ich im Schlussabschnitt um jede Seele an der Strecke froh, da diese aus dem weissen Einerlei von Nebel und Schnee hervorstachen und so als gute Wegweiser dienten.
Da die Bergstation der Weisshornbahn für mich nie sichtbar war, traute ich den Worten „Schlussspurt“ nicht richtig und war erst überzeugt, als ich dann wirklich das Zielband sah. Uff, was relativ locker begann, war in der zweiten Hälfte eine richtige Tortur. Trotzdem habe ich mich mit dieser abenteuerlichen Besteigung des Weisshorns wohl eine dauerhafte Erinnerung geschaffen und sollte ich wieder in Arosa antreten, könnte ich die Aussicht wohl geniessen, als wärs das erste Mal.
Empfehlen kann ich diesen speziellen Lauf allemal, egal wie die Bedingungen sind.“

 
samuel weisshorntrail
 

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