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Bündner Abendläufe 2./3. September

Fürstenwaldlauf für Läufer und Mathematiker… und Alte?!

Eines vornweg: Es mutet seltsam an, wenn eine Gebenstorfer Langstreckenläuferin an einem
4km-Lauf teilnimmt, dies erst noch in Chur und erst noch, wenn im 3 km entfernten Brugg ebenfalls ein Abendlauf veranstaltet wird… doch der Feierabendlauf im Fürstenwald hat etwas Besonderes: die Rangliste wird am Schluss altersbereinigt «ausgespuckt» und da ich mit Samuel schon im Herbst 2019 über diesen Umstand diskutierte, wollte ich wirklich mal «schauen gehen».

Das System ist sehr einfach – fast vergleichbar mit dem Schachen-Cup. Allerdings ist die 4km-Strecke ziemlich ruppig, teilweise auf mit Steinen versetzten Wegen, angelegt. Und noch etwas ist anders: Es gibt Kinder- und Jugend-Kategorien, wobei traurigerweise zu erwähnen ist, dass in der einen Junioren-Kategorie – trotz schönen Siegerpreisen – kein einziger Teilnehmer am Start war.

Es herrschte eine richtig gute Laufstimmung vor dem Start. Die Helfer trugen zwar Masken, aber sonst wars «wie einst». Grosseltern und Eltern kamen mit ihren Kindern, Ehepartner, Freunde und Freundinnen spazierten entlang der Strecke und feuerten uns an und im Start-Zielbereich gabs sogar noch einen Verpflegungsstand mit Getränken, Kaffee (aus der Maschine!) und Küechli. Läuferherz, was willst Du mehr in solch einem Jahr!?

Wie befürchtet fand ich mich 100 m nach dem Start an fast letzter Position und da ich einfach nicht mehr schnell starten kann war der erste Kilometer, mit 65 m Steigung, sehr, sehr anstrengend für mich. Samuel, welchen ich mit meiner Reise und Teilnahme nach Chur überraschen wollte, war zwar nicht unter den Teilnehmern *) , aber er stand plötzlich mit dem Bike dort und war sehr überrascht, mich anzutreffen. Der zweite Kilometer war «nur» noch wellig und beim dritten Kilometer wurden die zuvor gelaufenen Höhenmeter praktisch wieder vernichtet und nur der letzte Kilometer war einigermassen flach. Mit meinen 19,12 Minuten war ich zufrieden, hatte ich mir doch ca. 19 Minuten erhofft, jedoch die Strecke etwas einfacher erwartet.

Altersbonus sei Dank reichte es zum «Sieg»
Nun kam der amüsanteste Teil des Abends. Da Samuel in der Churer Laufszene schon etwas bekannt (oder gefürchtet 😊?) ist, nahm man seine Mutter bald wahr. Als älteste Teilnehmerin (!!!) des Gesamtfeldes fühlte ich mich beim Après-Run unter den jungen Damen und Herren trotzdem wohl.
Nachdem die Rangverkündigung der Jugendlichen durch war, kam die Hauptklasse dran und tatsächlich, mit (zu) grossem Vorsprung gewann ich diesen Lauf. Die Zeit der richtigen Siegerin, Iris Schneider, war 17.22. Sie war 1 Minute 50 Sekunden vor mir eingelaufen…. ABER: fast 30 Jahre jünger als ich.
Meine altersbereinigte Zeit war 14,42 Minuten.

bereinigungsfaktor

Gerne gebe ich nun das Feld den laufenden Mathematik-Experten frei! Meiner Meinung nach ist dieser Schlüssel etwas zu gut für uns Alten. In meinen allerbesten Jahren wäre ich diese Strecke wohl um die 16 Minuten gelaufen (4er-Schnitt). Also denke ich, dass die Jungen etwas benachteiligt sind. Aber ich bin sehr gespannt, was Ihr, welche diese Rangliste studiert, «dazu» meint!

Rangliste

Alles in allem war es ein toller Laufabend. Danken möchte ich der Leichtathletikabteilung des BTV Chur für den «Pfupf» fürs Durchführen und vor allem auch fürs Organisieren der wunderbaren Preise. Nicht nur erhielten wir tolle Odlo-Winterhandschuhe, es gab für die Podestplatzberechtigten noch Restaurant- und Massage-Gutscheine. Daran hatten meine jungen Podestkolleginnen sehr Freude und ich war ebenfalls froh, gabs nicht «nur» einen Siegerpreis.

*) Ja, und jetzt noch zur Erklärung, weshalb Samuel «nur» mit dem Bike im Fürstenwald unterwegs war: Am Vorabend startete er – im Dress seines «neuen» Vereins BTV Chur am Davoser Seelauf und konnte diesen gewinnen – dies freute nicht nur die Kellers und Werders, sondern auch seine drei jungen BTV-Kollegen, welche es schafften, vor dem ersten älteren Läufer (JG 1964 – 4. Platz) einzulaufen.

 

Kurz nach 20 Uhr bestieg ich in Chur das Zügli, welches ohne Halt bis Baden fuhr (!). Bereits um 22Uhr 20 war ich wieder zu Hause – zwar nach denjenigen, welche am AKB-Run in Brugg liefen, aber um ein spezielles Lauferlebnis reicher.

Jacqueline Keller

 

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