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Harder – Fun - Harder-Run - it was a hard run!

Sonntagsausflug ins sonnige Oberland nach Interlaken

Nachdem ich anfangs Juli – an einem regnerischen, nebligen Freitag – am Jungfrau-Supporter-Run teilgenommen hatte, waren meine Angaben natürlich gespeichert und wurden auch weitergereicht. Manchmal ist das ganz gut – denn so erfuhr auch ich vom Harder-Run, welcher nach demselben Verfahren, also Anmeldung via Internet und danach Start «irgendwann» nach eigenem Belieben und selbständiger Lauf auf vorgegebener Strecke, durchgeführt wurde. Dies ist sehr praktisch, kann man doch auf ein gutes (Ausflugs-)Wetterfenster zielen und kann sogar noch ohne Zeitdruck am Morgen aufstehen und gemütlich an den Ausgangspunkt fahren. Wir taten dies mit der Bahn.

Im Gegensatz zum Jungfrau-Supporter-Run, welcher als kleiner Ersatz zum «grossen Marathon» durchgeführt wurde (und immer noch wird), liegt dem Harder-Run eine etwas andere Idee zu Grunde: Die Behörden und Tourismusorganisationen von Interlaken und Umgebung erfuhren vom Supporter-Run und dachten sich, dass so etwas doch auch bei ihnen durchgeführt werden könnte. Umsomehr, als scheinbar täglich Freizeitsportler diese 3,6 km lange Strecke, gespickt mit
750 Höhenmetern, als Fitness-Training wandernd, (Nordic-)walkend oder laufend rennen. Dies bestätigte sich am Sonntag, 4. Oktober, als auch Fabian (wandernd, ohne Chip) und ich («laufend», mit Chip) diese Strecke in Angriff nahmen. Wir waren beileibe nicht die Einzigen! Zu Dutzenden liefen oder walkten die Oberländer mit oder ohne Stöcke zum markanten Aussichtspunkt oberhalb von Interlaken. Und auch die Harder-Bahn machte gute Geschäfte und ganz sicher auch das Restaurant Harder-Kulm.
Es war erfreulich und eindrücklich, wie viele Hobbysportler und auch wie viele Familien unterwegs waren. Dreieinhalb Kilometer sind kurz, eigentlich schnell erzählt – aber die Aussichten, welche man teilweise bei den Spitzkehren erhaschen konnte, würden Stoff für einige Seiten bieten. Schlichtweg grandios sind die Aussichten, welche wir in Richtung Thuner- und Brienzersee geniessen konnten.
Ich hoffe, die beim «Abstieg» aufgenommenen Fotos bestätigen meine Schwärmerei!

Wie beim Supporter-Run gibt’s oben ein Bier von Rugenbräu, welches ich diesmal Fabian «direkt» schenken bzw. offerieren konnte. Ich musste wahrlich nicht sehr lange auf ihn warten, denn es zeigte sich einmal mehr, dass man bei Steigungsprozenten von über 10 % auch laufend (oder wie man es nennen soll) nicht viel schneller ist, als im Stechschritt-Tempo.

Oben angekommen, erwartet einem beim Kiosk bereits der unten aufgegebene Rucksack (wird sogar noch ca. 300m von der Bergstation zum Restaurant transportiert!) und man kann sich warme Kleider anziehen. Wer möchte, dem wird die Talfahrt mit der Harder-Bahn offeriert. An schönen Tagen empfehle ich aber den Rückmarsch zu Fuss. Zu schön sind die Aussichten, vor allem von den drei Känzeli unterwegs. Das unterste Känzeli ist übrigens Richard Wagner gewidmet.

Ich empfand den Harder-Run anstrengender als den Supporter-Run (beim Supporter-Run werden auf 9km ca. 1'200 Höhenmeter vernichtet). Man merkt die Steigung mehr und vor allem ist der Pfad ein Trail und mit Wurzeln, Steinen und kl. Bächen (natürlich nicht immer) durchsetzt. Zudem hat es sehr viele hohe Tritte, was Kraft in den Beinen benötigt. Die letzten 500 Meter, teilweise durch Wiesland, sind dann extrem steil, aber wie gesagt, die anschliessende Aussicht ist auch extrem schön und entschädigt für die Anstrengung. Ausgesetzt, bzw. gefährlich, ist der Weg nie und ebenso ist er gut markiert.

Wie in der Jungfrau-Zeitung zu lesen war, soll der Harder-Run zukünftig als Auftaktveranstaltung zum Jungfrau-Marathon durchgeführt werden. Ich bin gespannt auf den Modus… Zudem stand dort geschrieben, dass die beiden Gemeindepräsidenten von Interlaken und Unterseen ebenfalls am Harder-Run gestartet sind. Die beiden scheinen sehr fit zu sein und taten dies in rund einer Stunde. Der Gebenstorfer Gemeindepräsident tat es ziemlich genau in der Hälfte der angegebenen Wanderzeit von 2 ½ Stunden. Seine Frau schaffte diesen tollen, wunderbaren Run in rund einer Dreiviertelstunde.

Nach der Rückwanderung nach Interlaken marschierten wir noch zur Höhenmatte. Mir kamen einige Start-Momente des Jungfrau-Marathons in den Sinn: natürlich das Hudelwetter beim Ersten, natürlich strahlende Herbstmorgen bei einigen Andern und einige Male war ich sogar bei der Elite eingeteilt und durfte noch bei der Tribüne vorbeitänzeln. Tempi passati – das Gebiet der Höhenmatte bleibt aber wunderbar und man kann – auch ohne Asiaten – bei einem der Cafés am Höhenweg vieles beobachten. Wir taten dies im Café des Alpes und können die feinen Desserts dort nur empfehlen.

Für Nachahmer: https://www.jungfrau.ch/de-ch/harder-run/

Falls dieser Run auch in den kommenden Jahren durchgeführt wird, wäre dies eine tolle Idee für einen Tages-Vereinsausflug – findet:

Jacqueline Keller

 

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