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Bericht SaintéLyon

Bereits im 2016 habe ich mit für den SaintéLyon interessiert, doch damals fehlte der Mut zur Anmeldung.
Dieses Jahr habe ich gefunden: Jetzt oder nie!
La SaintéLyon ist ein französischer Laufklassiker zwischen den beiden Städten Saint-Etienne (oder kurz Sainté) und Lyon. Die Originalstrecke beträgt heute 72 km, es werden aber auch 44, 22 und 12 km angeboten jeweils mit dem Start kurz vor Mitternacht. Zusammen mit meinem Bruder habe ich den 44er ausgewählt.
Die Anreise ist sehr angenehm. Da man nachts läuft kann man samstags bequem am Mittag mit dem Zug abfahren und ist Sonntagmittag wieder zurück.
Die Strecke ist schwierig aber nicht übel. Bei den knapp 45 km gilt es etwas über 1500 Höhenmeter zu absolvieren, dieses Jahr bei Schnee und vor allem Eis. So kam es auch auf den ersten 25 km zu vielen Stürzen. Wie viele andere Trailläufe in Frankreich auch gilt hier Semiautonomie. Verpflegung gibt es nur alle 10-13 km und einen Trinkbecher muss man selber mitbringen.
Da wir nicht wussten wie man einen Nachtlauf körperlich und geistig schafft sind wir recht gemütlich gestartet, konnten dann aber im Laufe des Rennens noch viel Plätze aufholen. Wenn man zu zweit nachts unterwegs ist, ist das moralisch sowieso sehr hilfreich.
Unangenehm war, dass bei km 39 noch einige scharfe Anstiege auf uns warteten bis wir um kurz vor halb 6 endlich in die Festhalle Tony Garnier in Lyon einbiegen durften. Nach etwas unter 6 Stunden Laufzeit freuten wir uns auf das Frühstücksbier.
Rundherum ist es ein sehr empfehlenswerter Anlass, wenn man ein Abenteuer vor Weihnachten sucht. Wichtig ist es sich warm genug zu kleiden, denn sowohl vor der Abfahrt in Lyon, als auch vor dem Startschuss in Sainte-Catherine gibt es elende Wartezeiten in der Kälte.

Jan Winkelhagen
 
Jan