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Zwei Horn-Damen beim Marathon in Luzern
11. Swisscity-Marathon in Luzern

Rund 10’000 Sportler und Sportlerinnen machten Luzern und seine nächste Umgebung – Kastanienbaum, die Horwer Bucht, Horw und die Gegend des Allmend-Stadions – zu einer richtigen Festmeile an diesem letzten Oktober-Sonntag des Jahres 2017. Bereits zum 11. Mal fand der Anlass statt. Wobei: Auch die Luzerner Veranstalter könnten mit dem Marathon alleine nicht mehr leben: ähnlich wie z.B. in Bräunlingen (Schwarzwald), machen die MarathonläuferInnen nur noch einen Bruchteil der rd.10000 Startenden aus (etwas über 1’100 Männer und 250 Frauen).
Am teilnehmerstärksten war der Halbmaratahon: (ca. 4’100 Männer und 2’200 Frauen). Neu im Programm war ein 10 km-Lauf mit Start in Horw und da fällt auf, dass mehr Frauen (knapp 900) als Männer (etwas über 800) starteten.
Wie immer war der Lauf bestens organisiert. Mir fällt eigentlich nichts ein, was man bemängeln könnte. “Lustig” empfand ich die lebenden Kilometersäulen (Freiwillige, welche bei 8 Grad (!!!) neben der Strecke ein Fähnchen mit den entsprechenden Kilometern hielten.... meine Hochachtung.... ich wäre erstarrt und dann wohl irgendwann mal umgekippt).
Apropos Umkippen: Dank der “kühlen” Temperatur hielten sich die Sanitätseinsätze in engen Grenzen. Ich persönlich sah keinen einzigen Notfall (spricht natürlich auch für die gut trainierten Volksläufer).
Für mich persönlich war dieser Luzern-Marathon ein versöhnlicher Abschluss eines schwierigen Laufherbstes. Nach dem verletzungsbedingten Ausstieg beim Jungfrau-Marathon sprach ich über einen Monat nicht auf die Therapien an. Meine Laune in dieser (Ferien-)Zeit kann bei meinem Mann erfragt werden... Mitte Oktober akzeptierte auch mein Kopf, dass es wohl nichts mehr wird in nächster Zeit mit einem Laufwettkampf. Aber der Hinterkopf akzeptierte das wohl nicht so ganz: nachdem meine beiden Therapeuten in der GUT-Klinik in St. Moritz (nomen est omen!) herausfanden, dass meine Wadenbeschwerden den Ursprung im Rücken haben, gings schnell. Innerhalb einer Woche war ich schmerzfrei! Am Tag vor dem Hallwilersee-Lauf lief ich 4 1/2 km, am Hallwilersee-Lauf-Morgen 10 km und eine Woche später fragte mich Michelle Notter um eine Long-Jog-Begleitung. Nach dem 30er am 22. Oktober war für mich klar, dass ich “es” wagen musste. Da war noch ein Problem: wie sage ich dies meinem Ehemann. Am Donnerstag (Herbsttraining) schien mir der Augenblick gekommen, umsomehr, als da noch ein Mail von sm run-Präsident Stefan Zingg kam, man wäre froh um mich in einer Mannschaft.
Mein Plan war, mit dem 3.40er-Zugläufer mit zu gehen und zu probieren, unter 3h40 zu laufen. Dies sollte auch reichen für einen Podestplatz. Die Grundlage hatte ich ja... einfach ein Trainingsmanko von 5 Wochen und “nur” einen Long-Jog seit dem Engadiner Sommerlauf.
Alles ging auf. Zwar spürte ich die Wade in der zweiten Hälfte – aber bei km 36, bei der Passage durchs Allmend-Stadion, war ich mir sicher, dass sie “halten” würde. Ich zog also nochmals etwas an, überholte dort auch noch eine W55er-in (was ich erst aus der Rangliste ersehen konnte) und lief dann in einem sehr guten Gefühl den Marathon zu Ende und kam zufrieden und glücklich im Verkehrshaus an. Erwähnen möchte ich noch, dass ich von der Tochter meiner Bezirksschul-Kollegin Heidi Fässler-Zimmermann zwei Mal liebevoll mit Cola verpflegt wurde. Heidi schaffte es ebenfalls noch unter 4 h (3h55) ins Ziel.
Gross war meine Freude, als ich auf den letzten Metern ins Innere des Verkehrshauses noch von Isabelle Meinen angefeuert wurde. Isabelle absolvierte, zum letzten Mal in ihrer “alten” Kategorie, den Halbmarathon und war mit ihrer Zeit (2h13) zufrieden. Da mein Mann diesmal musikalisch unterwegs war, konnte ich mein Ziel-Bier Isabelle und ihrer Freundin Claudia Binder aus Windisch spendieren. Claudia lief sensationell in 3h40 auf den 3. Rang der W50!
Danken möchte ich auch noch meinem Sikinga-Kollegen Rolf Graf, welchem es diesmal nicht so gut lief und seiner Partnerin Luzia Sestito (3. W45 im HM), welche mich an die Siegerehrung begleiteten. Es ist immer schön, wenn Kollegen Anteil nehmen.
Gefreut habe ich mich übrigens auch über die Anfrage meiner “alten” Ultra-Kollegin Birgit Lennartz, welche mich für den Duo-Marathon als Partnerin angefragt hat. Birgit ist Sportlerin genug, um zu verstehen, dass ich die Meisterschaft vorgezogen habe. Birgit lief dann – als eine von rund 500 Deutschen – den Halbmarathon “alleine”. Deutschland war übrigens Gastland an diesem “Luzerner”. Eine gute Idee, fand ich! Und schliessen möchte ich noch mit einem schmunzelnden Hinweis, dass sich unter diesen 500 Deutschen sogar 10 Frankfurter befanden – so ganz nach dem Motto: Wieso vor der Haustüre laufen – das Gute liegt ein wenig ferner!

Jacqueline Keller
 
 
 Hornauszug / Rangliste
   
 Marathon W55  
 3. Jacqueline Keller 3.37.20.8
    
 Halbmarathon W55  
 66. Isabelle Meinen 2.13.24.1