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Und er bleibt einer meiner Lieblingsläufe

43. Kyburglauf vom 08.11.2025 mit leider traurigem Nebengeräusch

Meines Wissens das erste Mal stelle ich vor einen Laufbericht eine traurige Mitteilung eines Lauf-OK’s. Die Mitteilung, welche uns ansatzweise schon während der Rangverkündigung kommuniziert wurde, macht mich sehr traurig. Ich hoffe, dass das frustige oder total unüberlegte Handeln einiger Menschen keine Nachahmer finden wird. Hier vorab die Mitteilung des OK‘s vom 09.11.2025:

Statement zum Panoramalauf
Leider kam es beim gestrigen Laufevent zu mehreren Fällen von Sabotage. Wir als Veranstalter, unterstützt von über 80 freiwilligen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, stehen dadurch vor neuen Herausforderungen. Als aktiver Läufer und OK-Präsident verstehe ich den Frust, den viele beim gestrigen Panoramalauf erlebt haben.
Wir hatten am Freitagnachmittag alle Strecken sorgfältig ausgesteckt und am Samstagmorgen nochmals kontrolliert. Zwischen Freitagabend und Samstagmorgen – sowie teilweise sogar während der Kontrollrunde – wurden beim Trail- und Hauptlauf Streckenabschnitte umgesteckt und Bodenmarkierungen entfernt.
Am Samstag konnten wir eine Person auf frischer Tat ertappen, die beim Trail bei Kilometer 12.3 Markierungen und Fähnchen entfernt und umgesteckt hatte, kurz bevor es zum Golfplatz hinaufging.
Auch beim Panoramalauf wurde zwischen dem Haupt- und dem Panoramalauf das besagte Absperrband heruntergerissen.
Ich möchte mich als OK-Präsident persönlich bei allen Betroffenen entschuldigen. Ich verstehe den Ärger und die Enttäuschung sehr gut – und es schmerzt mich, dass Menschen ein solches Event bewusst sabotieren.
Als sofortige Massnahme werden wir künftig für alle Strecken GPX-Dateien zur Verfügung stellen. Weitere Massnahmen werden im OK besprochen.
Einige von euch haben sich bereits über die Webseite zum Panoramalauf gemeldet. Wir werden uns im ersten Quartal 2026 bei euch melden, um auf das gestrige Ereignis einzugehen.
Ich wünsche euch allen gute Erholung, beste Gesundheit – und freue mich auf ein Wiedersehen am 07. November 2026.
Mit sportlichen Grüssen
Thomas Schumacher, OK Präsident, 43. Kyburglauf

Wie erwähnt macht einem solches total unüberlegtes Handeln sprachlos und hässig! Ein OK bereitet während eines ganzen Jahres einen Lauf vor, 80 Freiwillige setzen sich mit Freude rund zwei Tage für „uns“ Läufer*innen ein (es gibt auch Auf- und Rückbauarbeiten), rund 700 Erwachsene (und viele Jugendliche) möchten mit einer Zeit auf einer definierten Strecke ihren Formzustand erfahren, nach einer wohltuenden, warmen Dusche (wir hatten im kleinen Kyburger Schulhaus tatsächlich noch Warmwasser!) zusammensitzen, den Lauf und die Saison und viel Weiteres, was uns verbindet, diskutieren - aber ein paar Hornoc….. vermiesen Vielen den Tag. Zu sagen ist noch, dass der Kurs wohl durch ein kleines Naturschutzgebiet führt, aber auf einem Weg, aber sonst ausnahmslos über gut befestigte Wald- und Feldwege und die fordernde Kyburg-Treppe mit ca. 450 Stufen. Also es gibt gar keinen Grund, missmutig oder hässig zu sein über Sporttreiben im Wald.

Nun, ich wollte, so gegen Saison- und Jahresende unbedingt wieder mal bei der Schweizer Laufgemeinschaft mit dabei sein und entschied mich für den Kyburglauf. Ich hatte den in meiner ersten und ganz tollen W60er-Saison (2022) schon mal gemacht und obwohl ich Treppensteigen eigentlich nicht so liebe, liefs mir gut. Ich war zwar diesmal etwas langsamer (was ich erwartete), aber wiederum erlebte ich ein tolles Laufgefühl und es gelang mir den Lauf gut einzuteilen. Zwischen km 8,5 und 9 sind besagte 450 Treppenstufen und rund 150 Höhenmeter zu bewältigen. Danach gehorchen einem die Beine gar nicht mehr und mit einem „lustigen“ Gefühl „wackelt“ man die letzten 700 Meter crossähnlich rund um das Dorf ins Ziel. Wiederum erlebte ich ein schönes Glücksgefühl, was auch mit dem 2. Kategorienrang belohnt wurde und doch noch etwa 10 Minuten Sonnenschein am Nachmittag.
Mit Ausnahme der Startnummernausgabe (die sollte man vergrössern) kann ich dem OK nur ein Kränzchen winden. Sie schaffen es, im meist nebligen November im Dorf eine sonnige Stimmung zu verbreiten. Nach dem Lauf kann man sich – klar doch, das gibt’s überall in der Schweiz – mit Bratwürsten stärken, aber auch feiner Gerstensuppe und ein gluschtiges Kuchenbuffet lockt. Unbegreiflich, wie ein paar grosse Dummköpfe den Organisatoren und uns Teilnehmenden den Anlass vermiesen wollten. Ich freue mich immer, wenn ich ohne elektronisches Gerät im Wald laufen kann – wird es wohl zur Gewohnheit, dass wir mit GPS laufen müssen, da man nie sicher sein kann, ob nicht wohl eine Markierung entfernt wurde? Hoffentlich nicht.

Übrigens war auch unser unermüdlicher Walker Max auf der 5,7 km langen Panoramastrecke im Gebiet des Dorfes Kyburg unterwegs. Wie es der Name sagt, geniesst – oder besser gesagt: würde man geniessen – man ein schönes Panorama. Doch auch Max „musste“ knapp mehr als eine Stunde durch den Nebel stöckeln.

Danke ans OK für seine Arbeit und auf ein anderes Jahr

Jacqueline Keller