
„Schwerer“ bei der Ankunft als am Start!
LG Horn Long Jog vom 21. Februar
Es war keine Überraschung an diesem Samstagmorgen, als man aus der warmen Stube durchs Fenster nach draussen sah: es hatte geregnet in der Nacht und die Wolken standen schon wieder so dick und prall beim Bözberg… wir mussten mit einem Regen Long Jog rechnen. Aber: für uns Läufer*innen gehört das zum Geschäft und es herrschte beim Treff am Bahnhof Turgi kurz vor 9 Uhr „trotzdem“ eine erwartungsfreudige Stimmung. Frohgemut bestiegen wir also das Zügli nach Bad Zurzach.
Adrian hatte eine tip tope Strecke von Bad Zurzach, meist der Aare entlang, nach Turgi (Entschuldigung, natürlich „Baden“ ) ausgeheckt. Er rechnete akribisch und präsentierte in der Ausschreibung auch „Kurzvarianten“ ab Koblenz, Döttingen und Böttstein mit minutiösen Zeitangaben und genauen Krokis, wo wir uns dann treffen würden.
Aus diversen Gründen war die Gruppe leider nicht so gross. Auch unser Präsi musste kurzfristig noch absagen, da er am Vortag noch einen kleinen Eingriff am Fuss hatte. An dieser Stelle: Gute Besserung und hoffentlich kannst Du bald wieder mittun, Ronald. Die Gruppe relativ klein – deren Motivation und Energie aber umso grösser! Beat und die Schreibende erinnerten sich beim Start an den letzten Quellenlauf im 2009 bei rund 35 Grad – diesmal wars 30 Grad kälter und die Sonne sahen wir nie! Wie aus dem Streckenplan ersichtlich, liefen wir zuerst durchs schöne Auengebiet „Chly Rhy“ über Rietheim nach Koblenz, wo Julia – dank Adrians guter Zeitberechnung – pünktlich am Bahnhof auf uns wartete. Weiter gings via Kraftwerk an den Stausee, wo wir auf der Silvesterlauf-Strecke nach Kleindöttingen rannten. Ungefähr dort hatten wir bereits die Hälfte der Strecke vernichtet. Immer noch locker passierten wir Böttstein und unterhalb des „Veloweg-Stutzes“ bim Schmidberg (den umliefen wir glücklicherweise) bogen wir auf den Radweg ein, wo sich der Gegenwind bei ca. 2 % „Steigung“ doch schon ziemlich bemerkbar machte. Villigen wurde umlaufen und im Gebiet der lauschigen Badi (am 21. Februar ausnahmsweise ohne Gäste) bogen wir ins Villiger-Feld ein. Da erinnerte ich mich gleich an das letzte Langlauf-Training im Engadin, also ich über den Silvaplaner-See nach Sils lief – natürlich gegen den Maloja-Wind. Vier Tage später also dasselbe zu Fuss und auf dem Villiger-Feld, anstatt auf dem See im Engadin! Beim Josebode verabschiedeten wir Manuel, welcher direkt (?) nach Hause lief und auch Beat bog in Richtung Lauffohr ab, um den Geelig ebenfalls in der Direttissima anzusteuern. Das Trio Adrian, Julia und Jacqueline wurde koordinativ nochmals sehr gefordert! Ueber die Stillemer Brücke gings auf die Siggenthaler-Seite, wo erst die Treppe ans „andere“ Aareufer runter bewältigt werden musste und danach, zwischen der Ruine Freudenau und der Chämihütte, mussten wir uns durch einen sumpfigen und wurzligen Trail kämpfen, gespickt mit seifigen Passagen. Danach nochmals Vorsicht auf dem Wurzel-Trail nach der Chämihütte. Endlich: Turgi war erreicht, aber da wir so gut dran waren mit der Zeit, bogen wir bei der Holzbrücke natürlich nicht in die mondäne Bahnhofstrasse ein, sondern trailten und pflotschten weiter bis zur AEW-Brücke, um den Bahnhof dann von Osten her anzulaufen. Julia wurde von ihrer Familie bereits erwartet und das übrig gebliebene Duo Adrian und Jacqueline genehmigte sich im Bahnhof-Bistro noch einen verdienten, warmen Schlusskaffee!
Ganz vielen herzlichen Dank an Adrian für die minutiöse Vorbereitung dieses Long Jogs. Zwei Fazite: Es gibt kein schlechtes Wetter!!!! Und: Zäme gohts besser! Das soll auch das Motto für den nächsten Long Jog sein. Ich freue mich schon sehr darauf!
Jacqueline Keller
P.S. Das mit dem Titel kam mir beim Ausziehen der Kleider im heimischen Badzimmer in den Sinn!











